Öffentlichkeitsarbeit

Leiter Öffentlichkeitsarbeit: N. Nestler

 



 

 

 

 

Warum Öffentlichkeitsarbeit?

 

Öffentlichkeitsarbeit ist ein wirksames Instrument der Kommunikation.

Und wie bei jeder gut funktionierenden Kommunikation sollten sowohl die guten als auch die problematischen Nachrichten in passender Form dargestellt werden.

 

Denn wer nur die guten Seiten dokumentiert und die schlechten verschweigt,

macht sich auf Dauer unglaubwürdig. Die Organisation, die keine klare Öffentlichkeitsarbeit betreibt, darf sich nicht wundern, wenn ausgerechnet die negativen Neuigkeiten große Beachtung in den Medien finden.

 

Öffentlichkeitsarbeit umfasst mehr als nur die Pressearbeit.

Es geht um die gesamte Kommunikation, die dem Ziel folgt, öffentliches Vertrauen herzustellen. Neben der Pressearbeit können das persönliche Gespräche sein aber auch Plakate, Broschüren und Faltblätter, eigene Aktionen und Veranstaltungen, Wettbewerbe, ein Tag der offenen Tür, usw.

 

 

Die Ziele der Öffentlichkeitsarbeit

 

Das wichtigste Ziel für die Öffentlichkeitsarbeit ist die Erhaltung der Autonomie einer Organisation.


Um die Autonomie zu erhalten, brauchen Organisationen öffentliche Akzeptanz und Vertrauen in ihre Arbeit.

Fehlt einer Organisation die öffentliche Akzeptanz, steht ihr Überleben bald zur Debatte. Neben diesen Hauptzielen gibt es noch eine Fülle einzelner Anlässe und Bedarfssituationen, die den Einsatz von Öffentlichkeitsarbeit ratsam machen. Hier eine Auswahl:

 

"Unser Name und unsere Leistungen sollen bekannter werden":

Der ASB und seine Leistungen sollen positiv beurteilt werden.

Interessen und Wohlwollen für die Arbeit können geweckt werden, zum Beispiel durch Artikel in der regionalen Zeitung, die die ASB-Arbeit darstellen, durch Tage der offenen Tür oder Informationsveranstaltungen, die die ASB-Arbeit präsentieren.

 

Dadurch können auch mehr Menschen dazu bewegt werden, ASB-Mitglied zu werden.

 

"Wir haben mehr zu bieten/Neues zu verkünden":

Wenn es etwas relevantes Neues gibt, darf und sollte das verkündet werden.

Je nach Anlass veranstalten wir ein Tag der offenen Tür, eine Leistungsschau auf dem Marktplatz oder einer Journalistenführung.

 

„Wir wollen Sprachrohr für sozial Schwache sein”:

Hier empfiehlt sich ein regelmäßiger persönlicher Kontakt zu Medienvertretern.

Wir klären in persönlichen Gesprächen mit der Presse, Funk und Fernsehen die sozialen Themen und sprechen diese an.

 

Öffentlichkeitsarbeit ist „Chefsache“

Es ist ratsam, dass alle Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitenden Mitarbeiter im ASB die Öffentlichkeitsarbeit als ein wichtiges Feld in der ASB-Arbeit wahrnehmen.

 

Menschen werden vor allem durch Aktivitäten angesprochen, die mit ihrem alltäglichen Leben und ihren Problemen zu tun haben.

Damit diese Themen auch die Aufmerksamkeit der Medienvertreter wecken und sie den ASB als Kommunikationspartner wahrnehmen, müssen diese Themen professionell und aufmerksamkeitsstark dargestellt werden.


 

 

Strategie der Öffentlichkeitsarbeit

 

Wann ist was ein Thema?

 

Maximal ein Zehntel der täglich eingehenden Pressemitteilungen findet den Weg in die Print- und Funkmedien.

Ein kleiner Teil wird noch im Archiv abgelegt - der große Rest landet im Orkus.

Was uns in unserer täglichen Arbeit interessiert, ist noch für Außenstehende nicht unbedingt von Bedeutung. 

 

Kein Thema:

Wenn alles nach Plan läuft.
Wenn es immer gleich schlecht läuft.
Eventuell ein Thema
Wenn es nach langer Talfahrt auf einmal besser läuft.
Wenn es plötzlich schlechter läuft.

 

Was vielmehr interessiert, ist die Ausnahme, die Abweichung vom gewohnten Gang der Dinge. Die Ausnahmen vom täglichen Einerlei sind oft der geeignete Aufhänger für einen Pressekontakt. 

 

Standortwechsel:

Was die Empfänger interessiert

Die Kunst guter Öffentlichkeitsarbeit liegt zum großen Teil darin, Informationen und Nachrichten aus dem Blickwinkel der Empfänger aufzubereiten:

Was nutzt, erfreut, interessiert die Empfänger? Besonderes Augenmerk sollten bei unseren Überlegungen auf die Gefühle liegen, die unsere Nachrichten auslösen können. Emotionale Themen sind oft gute Türöffner bei Medien und Zielgruppen.

 

  • Menschliches: Berichte über die Schicksale, Leiden und Freuden anderer bieten Möglichkeiten zur persönlichen Identifikation und zur Abgrenzung

  • Konflikte: Informationen über emotional berührende Konflikte.

  • Gefühle: Berichte und Aktionen, die starke Gefühle von Wut, Freude, Spannung, Spaß etc. auslösen, die Neugierde und Sensationslust befriedigen.

  • Persönlicher Nutzen: Informationen, die in persönlichen Fragen helfen oder Möglichkeiten zur eigenen Entwicklung bieten.

  • Aktuelles: Informationen, die Situationen und Konflikte aktualisieren.

Wir nehmen in unserer Öffentlichkeitsarbeit auch die verwendeten Begriffe genau unter die Lupe. Die Ihnen aus dem täglichen Gebrauch vertraute Fachsprache sind den meisten fremd.

 

Sie wissen oft nichts mit RTW und MSHD anzufangen. Selbst ein Begriff wie Kurzzeitpflegeeinrichtung ist nicht für jeden verständlich:

 

Er löst zwar Assoziationen aus, ist aber nicht mit einem klaren Bild verknüpft. 

 

Unsere Alternative ist:

Sich auf eine Botschaft zu konzentrieren und diese auch wirklich „rüberzubringen”.
Wenn wir einen neuen Dienst in der Region vorstellen wollen, macht es wenig Sinn, auch die Situation der anderen Dienste darzulegen. Daher trennen wir die Inhalte.

 

Unabhängig davon können wir den Redaktionen Hintergrundinformationen wie eine neue Leistungsbilanz und Ähnliches anbieten.

 

Diese Hintergrundinfos führen zwar selten direkt zur Berichterstattung, sie sind aber langfristig hilfreich wenn Journalisten Themen aufbereiten wie z.B . „Notfallrettung in unserer Stadt” und dann Ihr Material im Archiv finden.